Rufnummernmitnahme 2026 – Alte Nummer zum neuen Anbieter mitnehmen

Was ist die Rufnummernmitnahme und warum ist sie wichtig?

Die Rufnummernmitnahme – auch Portierung genannt – ermöglicht es, beim Wechsel des Mobilfunkanbieters die bestehende Handynummer zu behalten. Das ist gesetzlich garantiert und in der Bundesnetzagentur-Verfügung 46 geregelt. Ohne Portierung müssten Sie Ihr gesamtes berufliches und privates Umfeld über die neue Nummer informieren – ein Albtraum für Selbstständige und alle, die viel telefonieren. Mit Portierung bleiben Sie nahtlos erreichbar.

Die Kosten für die Rufnummernmitnahme sind gesetzlich gedeckelt. Der alte Anbieter darf maximal 6,82 Euro für die Portierung berechnen, viele verzichten inzwischen ganz auf diese Gebühr. Der neue Anbieter darf nichts für die Übernahme der Nummer verlangen. Zusätzlich kann eine Servicegebühr für die technische Umsetzung anfallen, die meisten Anbieter übernehmen diese jedoch.

Wichtig: Sie müssen die Portierung spätestens bei der Kündigung Ihres alten Vertrags beantragen, nicht erst danach. Nach einer erfolgten Kündigung ohne Portierungsauftrag ist die Nummer endgültig verloren. Beantragen Sie die Rufnummernmitnahme also unbedingt, bevor Sie den alten Vertrag kündigen. Bei einem Wechsel mit Vertragsübernahme kündigt der neue Anbieter – hier ist die Portierung automatisch inkludiert.

Schritt-für-Schritt: So portieren Sie Ihre Rufnummer

Schritt 1: Beantragen Sie beim neuen Anbieter den Tarif mit dem Zusatz Rufnummernmitnahme. Sie erhalten ein Formular, in dem Sie Ihre alte Rufnummer und Ihren alten Anbieter angeben. Schritt 2: Der neue Anbieter leitet den Portierungsauftrag an Ihren alten Anbieter weiter. Das passiert automatisch nach Vertragsabschluss. Schritt 3: Ihr alter Anbieter bestätigt die Portierung und teilt den frühestmöglichen Portierungstermin mit – in der Regel das Ende der Vertragslaufzeit.

Schritt 4: Am Tag der Portierung (meist zwischen 9 und 17 Uhr) wird Ihre alte SIM-Karte deaktiviert und die neue aktiviert. In dieser Übergangszeit von etwa 15-30 Minuten sind Sie vorübergehend nicht erreichbar. Tipp: Starten Sie Ihr Handy nach der Portierung neu. Schritt 5: Nach erfolgreicher Portierung erhalten Sie eine SMS-Bestätigung. Ihre alte Nummer ist nun mit der neuen SIM-Karte verknüpft und Ihr alter Vertrag endgültig beendet.

Bei Prepaid-Tarifen ist der Ablauf ähnlich, aber schneller: Sie müssen ein Restguthaben von mindestens 0 Euro haben und den Portierungsauftrag stellen, bevor Sie die alte Prepaid-Karte kündigen. Die Portierung erfolgt dann innerhalb von 2-5 Werktagen.

Häufige Probleme und Lösungen

  • Problem: Alter Anbieter verweigert Portierung. Lösung: Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen
  • Problem: Portierung dauert länger als vereinbart. Lösung: Beim neuen Anbieter nachhaken, der ist in der Pflicht
  • Problem: Alte Nummer wird gesperrt, bevor neue aktiv ist. Lösung: Das darf nicht passieren – Schadensersatz fordern
  • Problem: Kombi-Vertrag mit Partnerkarte blockiert Portierung. Lösung: Beide Verträge gemeinsam portieren
  • Problem: Portierung am Wochenende nicht möglich. Lösung: Stimmt meistens – Portierung nur werktags
Tipp: Beantragen Sie die Portierung mindestens 6 Wochen vor dem gewünschten Wechseltermin – das gibt Ihnen Puffer für eventuelle Verzögerungen.

Fazit: Rufnummernmitnahme ist Ihr gutes Recht

Die Portierung Ihrer Rufnummer ist gesetzlich garantiert, kostet maximal 6,82 Euro und ist in 99 Prozent der Fälle unkompliziert. Bei Problemen hilft die Bundesnetzagentur – sie hat eine eigene Schlichtungsstelle für Mobilfunk-Streitigkeiten. Lassen Sie sich nicht von Ihrem alten Anbieter einschüchtern oder hinhalten.